Cocktail Bitters – Einführung

Angostura Bitters

Angostura Bitters

Cocktail Bitters

Diverse Cocktail Bitters von den Firmen The Bitter Truth, Angostura Bitters, Peychaud’s Bitters, Bob’s Bitters, Dr. Adam Elmegirab’s Bitters und The Bitter End.

 

 

 

 

 

 

 

Cocktail Bitters – oder auch Cocktail-Bitter – sind die Würze, die vielen Cocktails das gewisse Etwas verleiht. Der bittere Geschmack der Tinkturen beruht je nach Sorte und Hersteller auf verschiedenen Kräutern, Zitrusfrüchten und Aromastoffen.

Der wohl bekannteste Cocktail Bitter ist Angostura. Er wurde vom deutschen Arzt Johann Gottlieb Benjamin Siegert im Jahr 1824 komponiert und war ursprünglich als Heilmittel gegen verschiedene Tropenkrankheiten gedacht. Die medizinische Wirkung wird den Angostura Bitters inzwischen zwar nicht mehr nachgesagt, aber dafür haben sie seit ihrer Erfindung Eingang gefunden in diverse klassische Cocktails, wie beispielsweise dem Manhattan.In der Zeit der Prohibition spielten die Bitters eine besondere Rolle, waren sie doch eine der wenigen alkoholischen Substanzen, die weiterhin zugelassen waren – und das trotz ihres hohen Alkoholgehalts von meist über 40 %. Hier nutzte ihnen ihr ursprünglicher Zweck als Medizinprodukt und der – wenn pur genossen  – fast unerträglich bittere Geschmack, um die strengen Gesetze zur Begrenzung von Spirituosen in den Vereinigten Staaten zu umgehen.

Der strenge Eigengeschmack ist auch der Grund, wegen dem in Cocktail-Rezepten in der Regel nur ein „Dash“ – ein Spritzer – oder nur wenige Tropfen der aromatischen Bitters aufgeführt werden. Es ist eine Kunst, die richtige Menge eines Cocktail-Bitters zu finden: Zu viel, und der Drink wird von seinem Geschmack dominiert, zu wenig, und der stark alkoholische Geschmack der Hauptzutaten wird nicht adäquat  abgerundet. Einige Hersteller sind daher dazu übergegangen, kleine Glaspipetten in die Deckel der Flaschen einzubauen. Cocktail-Neulinge können die Tinkturen jedoch auch über einen Löffel perlen lassen oder sie vom benetzten Finger in den Shaker schnippen.

Zur Hochzeit der Bitters Anfang des 20. Jahrhunderts waren diverse kreative Hersteller mit weit über einhundert verschiedenen Kompositionen auf dem Markt vertreten. Zwar ging ihre Popularität zwischenzeitlich zurück, doch seit einigen Jahren laden wieder einige Duzend Cocktail-Bitter zum Experimentieren ein. Zu den derzeit besten Produzenten zählen neben Angostura, Peychaud’s, Fee Brothers, The Bitter End, Bob’s Bitters, Dr. Adam Elmegirab Bitters und nicht zuletzt die deutsche Firma The Bitter Truth mit ihrem vielfältigen Programm.

Ins klassische Bar-Sortiment gehört mindestens ein aromatischer Bitter wie die Angostura Aromatic Bitters. Wenn in einem Rezept nur von „Bitter“ die Rede ist, ist Angostura gemeint. Zusätzlich können wir nur empfehlen, auch Orange Bitters (Orangenbitter) und Peychaud’s Bitters im Haus zu haben, um so wundervolle Cocktails wie den Martini und den Sazerac zu mischen.

Neben diesen klassischen „Geschmacksrichtungen“ gibt es zahlreiche andere Bitter, die einen Drink mit ihren Noten von Zitrone, Schokolade, Minze, Whiskey, Pfirsich oder auch Sellerie bereichern wollen. Experimentierfreudige können sich auch noch exotischere Sets wie das Bitters Variety Pack von The Bitter End bestellen, das unter anderem mit Memphis Barbeque und Thai Bitters lockt. Gerade diese enorme Bandbreite an Aromen machen es so spannend, neue Cocktail Bitters zu entdecken, und erlaubt erst die Vielfalt der Cocktails, die wir heute schätzen.

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